Tage der Agrarökologie
Ausstellung: Vielfalt statt Gentechnik
Im Rahmen der «Tage für Agrarökologie» kreieren wir einen offenen Raum, in dem wir zum Dialog über Vielfalt und Gentechnik einladen.
Für eine Welt ohne Gentechnik
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Schweizer Allianz Gentechfrei, 8032 Zürich
Die SAG beobachtet die Entwicklungen in der Nanotechnologie bei Lebensmitteln, Gebrauchsartikeln und in der Landwirtschaft seit Längerem kritisch. Ausführliche Informationen dazu auf der Unterseite Nanotechnologie.
Tierversuche 2008-2017: Immer mehr Tierversuche mit gentechnisch veränderten Mäusen
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) veröffentlichte die jährliche Statistik zu den Tierversuchen in der Schweiz. Insgesamt wurden nach Angaben des BLV im Jahr 2017 in der Schweiz 614'581 Tiere für Tierversuche verwendet. Effektiv in Versuchstierhaltungen gelebt haben aber 1'396'724 Tiere. Dies geht aus der erweiterten Statistik hervor. Gegenüber 2016 wurden 2,4 % weniger Tiere für Versuche verbraucht. Zwei Drittel der Versuchstiere waren Mäuse. Tierversuche für Kosmetik sind gänzlich weggefallen. Alle Tierversuche müssen von den Kantonen bewilligt werden. Spitzenreiter bei der Anzahl Versuchstiere sind die Universitätsstädte Basel und Zürich.

In den nächsten Wochen wird sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) zur rechtlichen Einstufung neuer gentechnischer Verfahren äussern. Auf dieser Grundlage entscheiden EU- Kommission und die Mitgliedstaaten, ob und wie diese künftig regulieren werden. 21 Organisationen und Stiftungen aus den Bereichen Landwirtschaft, Saatgutinitiativen, sowie Umwelt- und Konsumentenschutz fordern in einer Resolution an den Deutschen Bundestag und die Europaabgeordneten, dass die neue Gentechnik-Verfahren (CRISPR-Cas, TALEN, ODM etc.) und deren Produkte als Gentechnik reguliert und gekennzeichnet werden müssen.
Gentechnisch veränderter Mais: Immer mehr Patente. Bild: clipdealer
Die internationalen Patentanmeldungen auf Nutzpflanzen, die mit den neuen gentechnischen Verfahren hergestellt wurden, nehmen zu. Spitzenreiter mit 50 Patentanmeldungen ist der Konzern DowDuPont, gefolgt von „Baysanto“ mit 30.
Bild: www.agroscope.admin.ch
Durch Nanopartikel in Düngern und Pflanzenschutzmitteln sollen in der Landwirtschaft ein effizienterer Einsatz der aktiven Wirkstoffe und höhere Erträge erreicht werden. Die Erwartungen sind hoch. Doch inwieweit sich die Dünger und Pflanzenschutzmittel mit Nanomaterialien tatsächlich in ihrer Wirkung von deren konventionelle Formen unterscheiden, ist immer noch Gegenstand von Untersuchungen. Dies zeigen die Auswertungen einer internationalen Forschungsgruppe, an der auch Agroscope beteiligt war. Die Forscher werteten in einer Meta-Analyse bereits publizierte Studien zu dieser Thematik aus. Der nun publizierte Bericht bietet einerseits einen Überblick über den aktuellen Wissensstand und zeigt andererseits die bestehenden Wissenslücken auf.
Kanada ist einer der wichtigsten Weizen-Exporteure weltweit. Bild: clipdealer
In Alberta, Kanada, wurden letzten Sommer gentechnisch veränderte Weizen-Pflanzen gefunden. Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais und Soja ist in Kanada erlaubt, GV-Weizen ist aber nicht zugelassen. Als Reaktion auf die Gentech-Funde haben Japan und Südkorea die Weizen-Importe aus Kanada vorübergehend eingestellt.
Freie Saatgut-Verwendung für alle! Bild: fotolia
Nachdem Monsanto von Bayer übernommen wurde, fordern rund 40 Institutionen aus den Bereichen Landwirtschaft, Pflanzenzucht und Umwelt Massnahmen zur Beschränkung der Patentvergabe auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. Die Patente umfassen Saatgut, Pflanzen, Ernte sowie Produkte daraus. Katherine Dolan von der Organisation Arche Noah (Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt) etwa sagt: „Baysanto & Co beeinflussen maßgeblich, welche Pflanzen gezüchtet, angebaut und geerntet werden, was Saatgut kostet und wie unsere Lebensmittel in Zukunft produziert werden.“