Tage der Agrarökologie
Ausstellung: Vielfalt statt Gentechnik
Im Rahmen der «Tage für Agrarökologie» kreieren wir einen offenen Raum, in dem wir zum Dialog über Vielfalt und Gentechnik einladen.
Für eine Welt ohne Gentechnik
IBAN: CH07 0900 0000 8000 0150 6
Schweizer Allianz Gentechfrei, 8032 Zürich
Die SAG beobachtet die Entwicklungen in der Nanotechnologie bei Lebensmitteln, Gebrauchsartikeln und in der Landwirtschaft seit Längerem kritisch. Ausführliche Informationen dazu auf der Unterseite Nanotechnologie.

An der 14. Konferenz der Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention in Sharm El-Sheikh, Ägypten, lehnten die Länder ein Moratorium für sogenannte Gene Drives ab, sie beschlossen aber eine strikte Anwendung des Vorsorgeprinzips. Die Länder, welche die Konvention unterzeichnet haben, werden damit verpflichtet, eine strenge Risikobewertung durchzuführen und die Zustimmung der lokalen Bevölkerung einzuholen, bevor Freisetzungen von Gene Drives durchgeführt werden. Damit wird anerkannt, dass die Technologie das Potential hat, ganze Ökosysteme zu verändern.
Die Biodiversitätskonvention im November 2018 in Sharm El-Sheikh
An der aktuellen COP14 (Convention on Biological Diversity) in Sharm El Sheik, positionierten sich die Delegertien der Länder Nigeria und Südafrika, zusammen mit vielen anderen, als klare Befürworter von Gene Drives und synthetischer Biologie. Doch ihre Symphatie mit dieser Gentechnik-Methode wiederspiegelt bei weitem nicht die Meinung der afrikanischen Zivilbevölkerung.
Bild: Bericht "Forcing the farm"
Die Biodiversitätskonvention, das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD=Convention on Biological Diversity) ist mit seinen derzeit mehr als 190 Vertragsparteien das umfassendste verbindliche internationale Abkommen im Bereich Naturschutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Im ägyptischen Sharm-El-Sheik findet vom 17. bis 29. November die 14. Konferenz der Vertragsstaaten des Übereinkommens statt. Zur Diskussionen stehen auch Gene Drives und ihre Anwendungen in der Landwirtschaft. Eine Koalition von Organisationen, ins Leben gerufen von der ETC-Group und der Heinrich Böll Stiftung, verlangt ein weltweites Moratorium auf jegliche Anwendungen von Gene Drives. Auch die Schweizer Allianz Gentechfrei hat die Moratoriumsforderung unterzeichnet.
Bild: Fotolia
Die südafrikanischen Biosicherheitsbehörden haben Monsantos Antrag auf die kommerzielle Freisetzung seines trockenheitstoleranten GV-Maises mit drei gestapelten Merkmalen (MON87460 x MON89034 x NK603) abgelehnt. Das African Centre for Biodiversity (ACB) begrüsst die Entscheidung. Die neue "Super-Maissorte" wurde mit Hilfe der Gentechnik mit drei neuen Eigenschaften ausgestattet (sog. stacked Genes – gestapelte Gene): MON 87460 exprimiert ein Kälteschockprotein (CspbB), die angeblich Dürretoleranz verleiht. MON 89034 exprimiert Cry-Proteine, die Schutz vor Insektenschädlingen bieten sollen. NK 603 produziert Proteine, die die Pflanze gegenüber dem Herbizid Glyphosat tolerant machen sollen.
Dr. Caius Rommens und seine GV-Kartoffelsorte "White Russett"
GV-Kartoffeln wurden kürzlich von der Firma J.R. Simplot – ein Kartoffelverarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen mit Sitz in Idaho – in den USA auf den Markt gebracht. Der Entwickler dieser gentechnisch veränderten Sorten vergleicht sie in seinem vor kurzem veröffentlichten Buch «Pandoras`s Potatoes» mit der Büchse Pandoras. Aus dieser Büchse entwichen nach der griechischen Mythologie alle der Menschheit unbekannten Übel wie Tod und Krankheit in die Welt.
Bild: Clipdealer
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat eine neue Gentherapie zur Behandlung von Spinaler Muskelatrophie (SMA) präsentiert und einen Zulassungsantrag gestellt. Bereits eine einzige Infusion soll zur Heilung ausreichen. Doch die Behandlung kostest 4-5 Millionen Franken. Der hohe Preis wirft ethische Fragen auf.