Wird das Erbgut von Pflanzen gentechnisch so verändert, dass sie artfremde Proteine oder andere, für die Industrie oder die Medizin wichtige Substanzen produzieren, die sonst nur aufwendig und teuer herzustellen wären, so spricht man von Molecular Farming (molekulare Landwirtschaft). Die Technologie zielt darauf ab, den Produktionsumfang des Pflanzenanbaus zu nutzen, etwa um tierische Proteine kostengünstiger als in Bioreaktoren herzustellen. Mit anderen Worten: Die Pflanze wird zum Bioreaktor. Die Technologie ist mittlerweile über 30 Jahre alt. Die frühen Versprechungen wie Skalierbarkeit und Sicherheit (z. B. keine tierischen Krankheitserreger im Endprodukt) führte zu einer Flut von Forschungsprojekten, dementsprechend wurden auch zahlreiche Start-ups gegründet. Doch der Erfolg blieb mässig, vor allem bei nicht-pharmazeutischen Substanzen. Selbst bei den letzteren (Impfstoffe, Antikörper und medizinische Proteine) erwiesen sich Pflanzen im Vergleich zu anderen Produktionsformen als weniger effizient. Das Molecular Farming ist ein Forschungsgebiet, das, wie viele andere mit dem Aufkommen der Genschere CRISPR/Cas derzeit einen Boom erlebt. Die Versprechungen und Hoffnungen, die damit verbunden sind, bleiben jedoch die gleichen, ebenso wie die Risiken.
Für eine Welt ohne Gentechnik
IBAN: CH07 0900 0000 8000 0150 6
Schweizer Allianz Gentechfrei, 8032 Zürich
News zu Humangenetik
- Heilmittelgesetz: Gentherapeutika inkognito
- Genom-Editierung an menschlichen Embryonen in den USA
- Referendum gegen das revidierte Fortpflanzungsmedizingesetz
- Wissenschaftler fordern ein Moratorium für Forschung an menschlichen Embryonen
- Genomanalyse: Erbgut entschlüsseln ohne das Leben des Embryos zu gefährden
- Vollständige DNA-Untersuchung für 1000 Dollar
- Gen-Check am Embryo – der Basler Appell sagt nein!
- Aufhebung Verbot Präimplantationsdiagnostik: Bundesrat will eine geregelte Zulassung
- Misserfolg des Humangenoms
- Zulassung der Präimplantationsdiagnostik in der Schweiz?
Links
- externer Link: BAG: Forschung am Menschen
- externer Link: BAG: Genetische Untersuchungen beim Menschen
- externer Link: Expertenkommission für genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMEK)
- externer Link: BAG: Forschung an humanen embryonalen Stammzellen
- externer Link: BAG: Präimplantationsdiagnostik (PID)
- externer Link: BAG: Transplantationsmedizin
- externer Link: Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin
- externer Link: Bundesamt für Justiz. DNA-Profil-Gesetz
- externer Link: Wikipedia: Humangenomprojekt
- externer Link: Human Genome Project Information Archive
- externer Link: Personal Genome Project
- externer Link: Proteome Project
- externer Link: Nutrigenomik
- externer Link: Comparative Genomics
- PDF: Swissmedic: Informationsblatt zu Gentests
- externer Link: Swissmedic: Wegleitung zur Erstellung der Dokumentation zu den möglichen Risiken für Mensch und Umwelt