RNAi steht für RNA-Interferenz. Das ist ein natürlicher Prozess, der in Zellen von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Menschen abläuft und dort der Genregulierung dient. Ausgelöst wird er durch doppelsträngige RNA (dsRNA). Gelangt sie in Zellen, legt sie dort das Gen still, das die gleiche Sequenz wie die dsRNA hat, und stoppt damit die Bildung des entsprechenden Proteins. Wird die Bildung eines Proteins gestoppt, das ein Lebewesen für sein Überleben braucht, wirkt dsRNA als Gift. RNAi lässt sich deshalb für den Pflanzenschutz nutzen und mehrere Firmen arbeiten derzeit an Pestiziden, die aus dsRNA bestehen (siehe Gentechfrei Magazin Nr. 109 vom April 2020). RNAi lässt sich auch in der Humanmedizin nutzen. Hier dienen dsRNA-Medikamente dazu, die Bildung von krankmachenden Proteinen zu stoppen. In der Schweiz sind bereits vier dsRNA-basierte Medikamente erhältlich.
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Links
- externer Link: Informationsdienst Gentechnik: Lebensmittel
- externer Link: BLV: Bewilligung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO)
- externer Link: Buchbestellung: Sicherheitsrisiko Gentechnik
- externer Link: Global 2000: Genlebensmittel. Was Sie darüber wissen sollten
Rechtliche Grundlagen
- externer Link: Gentechnikgesetz
- externer Link: Lebensmittelgesetz
- externer Link: Verordnung des EDI über gentechnisch veränderte Lebensmittel (VGVL)
- externer Link: Lebensmittel- und Gebrauchsgegenstände-verordnung (LGV)
- externer Link: Bio-Verordnung
- externer Link: BLV: GVO-Erzeugnisse bei Lebensmittel
- externer Link: Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über genetisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel (2003/1829/EG)