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Gentech-News 421/2019

Mittwoch, 21. August 2019

 

GTN421.1 Hornlose Gentechnik-Rinder: Fehler im Erbgut übersehen

Nach Untersuchungen der U.S. Food and Drug Administration (FDA) werden beim Einsatz von neuen Gentechnikverfahren an Tieren oft fehlerhafte Veränderungen des Erbgutes übersehen. So auch bei hornlosen Rindern, die seit Jahren als Positiv-Beispiel angepriesen werden. Nun zeigte sich, dass sich nicht nur die gewünschte Gen-Sequenz, sondern auch Genkonstrukte der gentechnisch veränderten Bakterien im Erbgut befinden, die als Hilfsmittel bei der gentechnischen Veränderung genutzt wurden. (Testbiotech 6.8.19)


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GTN421.2 USA: Agrarlandschaft 48-mal giftiger als vor 25 Jahren

Die US-Agrarlandschaft ist heute 48-mal giftiger für Honigbienen – und sehr wahrscheinlich auch für andere Insekten – als noch vor 25 Jahren. Diese erschreckende Erkenntnis ist auf den weit verbreiteten Einsatz der sogenannten Neonicotinoid-Pestizide zurückzuführen. Das belegt eine neue Studie. Das Insektizid Neonicotinoid wird bei über 140 verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen in mehr als 120 Ländern eingesetzt. Das Gift greift das zentrale Nervensystem von Insekten an und verursacht eine Überreizung ihrer Nervenzellen, Lähmung und Tod. (Infosperber/National Geographic, 7.8.19)


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GTN421.3 Neue Gentechnik beschleunigt Marktkonzentration in der Züchtung

Neue gentechnische Verfahren und die damit veränderten Lebewesen können ebenso patentiert werden wie Produkte der klassischen Gentechnik. In der Diskussion um die Regulierung von Genome Editing wird dies jedoch gerne verschwiegen. Stattdessen wird immer wieder argumentiert, die neuen Techniken stellten wegen ihrer Bezahlbarkeit auch für kleinere Firmen und Startups eine Chance dar. Mit dem Einzug der neuen Gentechnik droht jedoch ein regelrechtes Patent-Kartell, das von den Agrarmultis kontrolliert wird. Darüber klärt eine Studie von Testbiotech auf. (Testbiotech, 24.6.19)


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GTN421.4 Japan-China: Tier-Mensch-Mischwesen für die Organzüchtung bald Realität?

Zwei Forschungsprojekte haben die ethische Diskussion um Mensch-Tier-Mischwesen neu entzündet. In Japan dürfen erstmals Tier-Mensch-Mischwesen auf die Welt kommen und ein spanisch-chinesisches Team hat menschliche Stammzellen in Affen-Embryonen eingeschleust. Ziel dieser Forschungen ist das Erzeugen von menschlichen Organen in gentechnisch veränderten Tieren, damit sie später als Organspender für Patienten dienen können. Chimären aus Affen und Mensch sind wegen ihrer engen Verwandtschaft ethisch besonders umstritten. Kritiker bezweifeln zudem, ob der Verfahren zum gewünschten Ergebnis führt. (NZZ, 9.8.19/Welt, 31.7.19/Scinexx, 7.8.19/The Guardian, 3.8.19)


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GTN421.5 Deutschland: Mehrheit der Deutschen bevorzugt „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung auf Lebensmitteln

Gentechnikfrei ist attraktiv. 69 Prozent der Bevölkerung Deutschlands bevorzugen Lebensmittel mit einer „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung. Zudem bewerten 71 Prozent gentechnisch veränderte Pflanzen im Futtermittel als negativ. Dies hat eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Verbands ohne Gentechnik (VLOG) ergeben. In Deutschland feiert das „OhneGenTechnik“-Siegel sein 10-jähriges Bestehen. Mittlerweile tragen mehr als 14.000 Deutsche Lebensmittel diese Kennzeichnung und der Jahresumsatz dieser Produkte steigt stetig. (VLOG, 6.8.19)


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