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Gentech-News 413/2019

Mittwoch, 10. April 2019

 

GTN413.1 Bio-Hacker wollen Designerbabys erstellen – mit Bitcoin-Finanzierung

Der Transhumanist Bryan Bishop will Menschen durch Gentechnologie verbessern. Der Programmierer und Bitcoin-Investor will dank gentechnisch veränderter Spermien hunderttausende verbesserte Babys erschaffen. Geplant seien Änderungen, welche die Nachkommen beispielsweise zu einem längeren Leben oder mehr Muskelmasse verhelfen. Das Projekt, das von vielen Wissenschaftlern kritisiert wird, soll mit Bitcoins finanziert werden. Besorgniserregend ist, dass sich bereits die ersten Kunden für sein Projekt angemeldet haben sollen. (Coin News Telegraph, 2.2.19/MIT Technology Review, 1.2.19)


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GTN413.2 Genom-editierte Organismen gelten in China als GVO

Das chinesische Ministerium für Landwirtschaft (MARA) hat beschlossen, dass alle genom-editierten Produkte unter die gesetzliche GVO-Regulierung des Landes fallen. Allerdings deutet MARA auch an, dass es in Zukunft für gewisse genom-editierte Produkte ein erleichtertes Zulassungsverfahren geben könnte. In Zusammenarbeit mit Massenmedien will die chinesische Regierung  deshalb Werbekampagnen starten, um die Bevölkerung vom Nutzen der Gentechnik zu überzeugen. (GMWatch, 20.3.19)


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GTN413.3 Neue Techniken bei Bayer/Monsanto

2018 übernahm Bayer den US-Saatgutriesen Monsanto. Eine der Auswirkungen dieser Fusion, die noch wenig Beachtung findet, ist die Konzentration von Agrardaten. Bauern nutzen Software, die quasi jeden Tag im Leben eines Ackers protokolliert. Sie führt Buch, wann wo gedüngt, gesprüht und umgegraben wird. Man befürchtet, dass diese neuen Techniken zu einer noch grösserer Abhängigkeit der Bauern vom Grosskonzern führt. Wem die Daten schlussendlich gehören ist unklar. Die Hersteller versichern zwar, dass sie die Daten nicht weitergeben, rechtliche Grundlagen um das zu überprüfen, gibt es aber nicht. (Infosperber, 3.4.19)


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GTN413.4 Erste Produktionsanlage für GV-Lachs in Kanada

Das Biotech-Unternehmen Aquabounty hat seine erste Produktionsanlage in Kanada eröffnet. Produziert wird eine gentechnisch veränderte Lachslinie, die schneller wächst als herkömmliche Arten. Der Aquabounty-Lachs ist das erste gentechnisch veränderte Tier, das zu Lebensmitteln verarbeitet wird. Aufgrund der schwachen GVO-Regulierung in Kanada, muss der Fisch nicht deklariert werden und könnte somit in die weltweite Lebensmittelkette gelangen. Obwohl auf dem Festland produziert wird, sind Gentech-Gegner besorgt, dass die Fische in die offene Natur gelangen und somit zur Bedrohung für den Wildlachs werden. (GMWatch, 2.4.19)


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GTN413.5 USA: Neue gentechfreie orange Maissorte fördert Vitamin A-Zufuhr

Züchter in den USA haben mit traditionellen Züchtungsmethoden eine nahrhaftere neue Maissorte erstellt. Die orangefarbenen Körner der Pflanze sind reich an Karotinoiden, u.a. Beta-Karotin. Dieses wird vom Körper in Vitamin A umgewandelt, ein essentielles Vitamin, das die Gesundheit der Augen fördert und das Immunsystem unterstützt. Mais ist ein Grundnahrungsmittel, das in einer Vielzahl von beliebten Lebensmitteln vorkommt. Die neue Sorte könnte erheblich dazu beitragen, den Vitaminmangel in Entwicklungsländern vor allem in Afrika zu bekämpfen. (Purdue University Research Foundation News, 6.2.19)


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