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Gentech-News 454/2021

Mittwoch, 13. Januar 2021

 

GTN 454.1 Bt-Pflanzen zwanzig Mal giftiger als angenommen?

Die EU steht derzeit kurz vor weiteren Importzulassungen von Gentechnik-Pflanzen. Dabei handelt es sich um fünf Neuzulassungen von Mais und Soja, die Bt-Insektengifte produzieren und/oder gegen Herbizide resistent sind. Doch ältere Daten vom Antragsteller Bayer (Monsanto) belegen gemäss Testbiotech, dass Bt-Toxine, die in Gentechnik-Pflanzen produziert werden, eine wesentlich höhere Giftigkeit aufweisen als natürliche Bt-Toxine. Deswegen fordert Testbiotech einen Stopp der jetzt anstehenden Zulassungen sowie eine gründliche Überprüfung der bisherigen Zulassungspraxis. (SAG, 22.12.20)


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GTN 454.2 USA: Erstes GV-Schwein für Konsum und therapeutische Zwecke genehmigt

Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneibehörde FDA genehmigte das erste gentechnisch veränderte Schwein, welches gleichzeitig für den Konsum und humantherapeutische Zwecke genutzt werden soll. Diese GV-Schweine haben keinen Alpha-Gal Zucker mehr auf ihrer Zelloberfläche, auf welchen einige Menschen beim Fleischkonsum allergisch reagieren. Doch einige Risiken und Folgen der gentechnischen Veränderung am Schwein wurden von der FDA ungenügend untersucht wie beispielsweise unerwünschte Antibiotikaresistenzen bei krankheitserregenden Bakterien, Auslösung von Allergien nach dem Verzehr, das Wohlergehen der Schweine oder Risiken bei Organtransplantationen. (GMWatch, 28.12.20)


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GTN 454.3 Saatgut soll wieder als öffentliches Gut gelten

Während der Corona-Pandemie bauten viele Menschen in UK einen Teil ihrer Lebensmittel selbst an, da sie mehr Zeit zu Hause und im Grünen verbrachten und zudem die Regale in den Läden leer waren. Dieses wachsende Interesse am Eigenanbau hat indes das Bewusstsein für die Saatgutsouveränität geschärft – also das Recht eines Züchters, vielfältiges, gentechfreies und nicht patentiertes Open-Source Saatgut zu züchten und auszutauschen. 60% des globalen Saatguthandels wird nämlich von den 4 grössten Agrochemiefirmen kontrolliert. (The Guardian, 28.12.20)


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GTN 454.4 Veränderung der Genregulierung nach Einsatz der Gen-Schere CRISPR/Cas

Eine aktuelle wissenschaftliche Publikation zeigt, dass der Einsatz der Gen-Schere CRISPR/Cas bei Tieren unbeabsichtigte Spuren hinterlassen kann. Dabei handelt es sich nicht um ungewollte Veränderungen von Genen, die schon häufig beschrieben wurden, sondern um deren Regulierung, die Epigenetik. Die Veränderungen sind vererbbar und könnten unter  anderem zu Störungen der embryonalen Entwicklung führen. (Testbiotech, 18.12.20)


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GTN 454.5 Mexiko: Per Dekret ab 2024 frei von GV-Mais und Glyphosat

Im Dezember 2020 hat die Nationale Kommission zur Verbesserung der Regulation (CONAMER) in Mexiko den Vorschlag für ein Präsidialdekret zum Nutzungsverbot des Pestizids Glyphosat in Mexiko bis zum 31. Januar 2024 veröffentlicht. Zusätzlich sollen bereits erteilte Genehmigungen zur Aussaat von GV-Mais widerrufen und keine neuen erteilt werden. Umweltorganisationen empfehlen dem mexikanischen Präsidenten López Obrador dringlich, das Dekret in der vorgelegten Form zu unterschreiben. Doch auch die Agrarindustrie macht Druck... (Nachrichtenpool Lateinamerika, 13.12.20)


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Die Gentech-News werden redigiert von der SAG. Einen Überblick über sämtliche Meldungen, die Referenzen und Hintergrundartikel finden Sie auf unserer Homepage: Gentech-News.


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