Tage der Agrarökologie
Ausstellung: Vielfalt statt Gentechnik
Im Rahmen der «Tage für Agrarökologie» kreieren wir einen offenen Raum, in dem wir zum Dialog über Vielfalt und Gentechnik einladen.
Für eine Welt ohne Gentechnik
IBAN: CH07 0900 0000 8000 0150 6
Schweizer Allianz Gentechfrei, 8032 Zürich
Die SAG beobachtet die Entwicklungen in der Nanotechnologie bei Lebensmitteln, Gebrauchsartikeln und in der Landwirtschaft seit Längerem kritisch. Ausführliche Informationen dazu auf der Unterseite Nanotechnologie.

Es sind bereits 20 kommerzielle Farben mit Nanomaterialien auf dem Markt Bild: wikipedia
Im Bausektor zeichnet sich heute in nahezu sämtlichen Anwendungsbereichen ein Einsatz von Nanomaterialien ab, und es werden grosse Marktpotentiale erwartet. Unter anderem geht es um Farben, Beton, Lacke, Dämm- und Isoliermaterialien, selbstreinigende Oberflächen, Fassadenbeschichtungen oder Brandschutz. Einen Überblick – allerdings mit Stand 2012 – gibt das Nanotrust Dossier „Nano im Baugewerbe“. Das umfassendste heute verfügbare Inventar (Project on Emerging Nanotechnologies) listet für die Produktkategorie „Konstruktionsmaterialien“ 87 Marktprodukte und für „Farben“ 20 kommerzielle Farben auf, die auf dem Markt sind (Stand November 2015).

Trotz Bewilligung protestieren viele Menschen gegen den Entscheid des FDA Bild: Steve Rhodes, Flickr
Erstmals ist ein gentechnisch verändertes Tier zum Verzehr und Verkauf zugelassen worden. Seit 1996 hat der Konzern AquaBounty auf eine Bewilligung für ihren im Volksmund „Frankenfish“ genannten Lachs gewartet. Vor einigen Tagen hat die US-Lebensmittelaufsicht diesen freigegeben. Der GV-Lachs selbst wird aber nicht in den USA gezüchtet. Die Eier dürfen nur in einer speziellen Anlage in Kanada erzeugt werden und die Aufzucht findet in einer Anlage in Panama statt, von wo aus sie dann in die USA importiert werden sollen.

Vor zehn Jahren wurde die Gentechfrei-Initiative vom Schweizer Volk deutlich angenommen. Bild: SAG
Der Berner Grossrat hat am 19. November die Standesinitiative zur Verlängerung des Gentechmoratoriums bis Ende 2021 mit einem breit abgestützten Mehr überwiesen. Der Grosse Rat hat einer entsprechenden Forderung mit 112 Ja zu 6 Nein-Stimmen sehr deutlich zugestimmt. Die Motionärinnen und Motionäre aus unterschiedlichen Parteien begründen ihren Vorstoss unter anderem damit, dass sich Schweizer Landwirtschaftsprodukten dank dem Verzicht auf Gentechnik erhöhte Chancen auf dem internationalen Markt eröffnen. Auch die Berner Regierung unterstützte den Vorstoss. Bereits 2008 hatte Bern beim Bund eine Standesinitiative zur Verlängerung des Gentechmoratoriums eingereicht.

Viele US-Bürger wünschen sich eine Kennzeichnungspflicht für GV-Produkte Bild: Tony Webster
Obama Administration will Kennzeichnungspflicht verhindern
Die Obama Regierung hält gentechnisch veränderte Lebensmittel für unbedenklich. Viele US-Bundesstaaten sehen das anders und wollen eine Kennzeichnungspflicht einführen. Dies will Washington mit einem neuen Gesetz unbedingt verhindern. Da es keinen Konsens gibt, ob Gentech-Lebensmittel sicher sind oder nicht, möchte der Bundesstaat Vermont es den Verbrauchern überlassen ob sie GV-Lebensmittel kaufen wollen oder nicht. Aber nicht nur in Vermont wünschen sich die Verbraucher eine Kennzeichnungspflicht.
Die Schweizer Bevölkerung lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel deutlicher ab denn je. Dies zeigt Univox, eine Langzeitbeobachtung des Forschungsinstitut gfs-zürich in Zusammenarbeit mit rund 20 spezialisierten Instituten. Das Modul Landwirtschaft, einer von über 20 Themenbereichen, wird seit 2009 vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in Auftrag gegeben.Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen wird 2015 von den Befragten deutlich abgelehnt. Eine Mehrheit der Befragten würde ausserdem den Verkauf von gentechnisch veränderten Lebensmitteln in der Schweiz verbieten. 55 % sind für eine Weiterführung des Gentech-Moratoriums.

Wie hoch sind die Glyphosatbelastungen in der Schweiz?
Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates hat mit 13 zu 10 Stimmen bei 1 Enthaltung entschieden, ein Kommissionspostulat über die Glyphosat-Auswirkungen in der Schweiz einzureichen. Sie äussert ihre Besorgnis über die Auswirkungen von Glyphosat auf die Gesundheit von Mensch und Tier. Im Postulat wird der Bundesrat ersucht, einen Bericht mit genaueren Untersuchungen zu diesen Fragen vorzulegen. Er soll Aufschluss geben über die Glyphosatrückstände in Lebensmitteln sowie in importiertem Mehl aus Korn, das vor der Reife behandelt wurde und auch in Produkten aus Rohstoffen, für welche die Verwendung von Glyphosat in der Wachstumsphase der Pflanze bewilligt ist (GVO, Reifebehandlung). Der Bericht soll überdies Aufschluss gegen über Glyphosatrückstände im Futter, im Urin und im Gewebe von Nutztieren, welche das untersuchte Futter gefressen haben. Auch die Belastung der Bevölkerung soll mittels Urinproben analysiert werden.