Tage der Agrarökologie
Ausstellung: Vielfalt statt Gentechnik
Im Rahmen der «Tage für Agrarökologie» kreieren wir einen offenen Raum, in dem wir zum Dialog über Vielfalt und Gentechnik einladen.
Für eine Welt ohne Gentechnik
IBAN: CH07 0900 0000 8000 0150 6
Schweizer Allianz Gentechfrei, 8032 Zürich
Die SAG beobachtet die Entwicklungen in der Nanotechnologie bei Lebensmitteln, Gebrauchsartikeln und in der Landwirtschaft seit Längerem kritisch. Ausführliche Informationen dazu auf der Unterseite Nanotechnologie.
Protest gegen die "Hochzeit" der Agrarriesen Bayer und Monsanto vor dem Hauptsitz der EU in Brüssel. Bild: Foee
Rund 200 Organisationen, unter ihnen auch die SAG und weitere Organisationen aus der Schweiz haben die EU-Kommission aufgefordert, die geplanten Fusionen der weltgrößten Agrarchemie- und Saatgutkonzerne zu verhindern. Denn die angekündigten Zusammenschlüsse von Bayer und Monsanto, Syngenta und Chem-China sowie Dow Chemical und Dupont würden zu einer inakzeptablen Oligopolstellung führen. Das Bündnis aus bäuerlichen, entwicklungspolitischen, kirchlichen, Lebensmittelhandwerks- und Umweltorganisationen kritisiert in einem offenen Brief an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, dass die angekündigten Zusammenschlüsse der sechs Agrarkonzerne die Marktmacht weiter konzentrieren und zu einer inakzeptablen Oligopolstellung führen würden.
Versuche mit gentechnisch veränderten Fliegen sorgen in Deutschland für kontroverse Diskussionen. Bild: fotolia
In Deutschland haben sich die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), das Gen-ethische Netzwerk (GeN) und Testbiotech in einem gemeinsamen Brief an die Niedersächsische Landesregierung gewandt und um Aufklärungen zu einem Forschungsprojekt mit gentechnisch veränderten Fliegen gebeten. Anlass ist ein Interview mit Ernst Wimmer von der Universität Göttingen. Im Interview berichtet der Entwicklungsbiologe über Experimente mit gentechnisch veränderten Fliegen, die er in einem Labor durchgeführt hat, das die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsstandards nicht erfüllt.
Elektronenmikroskopische Aufnahme der Hefe Saccharomyces cerevisiae. Bild: Jef D. Boeke and Sarah Richardson, Johns Hopkins University
Einem grossen Zusammenschluss von Forschern ist es gelungen, fünf Hefechromosomen vollständig synthetisch herzustellen (Synthetic Yeast Genome Project). Ihre Resultate haben sie in der renommierten Zeitschrift Science am 10. März 2017 publiziert. Die Grösse der fünf synthetischen Hefechromosomen entspricht ungefähr 3.5 Millionen Basenpaaren von insgesamt 12 Millionen Basenpaaren der Hefe Saccharomyces cerevisiae. Die Arbeit gilt als ein signifikanter Meilenstein auf dem Weg zur künstlichen Schaffung eines vollständigen eukaryotischen Genoms. Eukaryoten umfassen Lebewesen, die aus Zellen mit einem echten Zellkern aufgebaut sind.
Der Ständerat stimmt der Moratoriumsverlängerung zu und lehnt eine Koexistenz-Regelung ab. Bild: Ständeratssaal Bern
Der Ständerat stimmt einer Verlängerung des Gentechmoratoriums um vier Jahre zu. Die SAG ist über diesen Entscheid des Ständerates erfreut, bedauert aber dass der Rat nicht dem Minderheitsantrag der Kommission gefolgt ist, die eine Verlängerung um acht Jahre vorgeschlagen hatte.
Solche Do-it-yourself-Baukästen werden in den USA und Kanada im Internet angeboten. Bild: the-odin.com
Immer mehr Firmen bieten im Internet Do-it-yourself-Baukästen (DIY-Kits) für Hobby-Gentechniker an. Solche Bio-Baukästen sind immer ähnlich zusammengestellt. Sie enthalten einen Brutkasten, ein beheizbares Wasserbad und eine Bakterien-Kultur, die von den Anwendern genetisch umgebaut werden kann, so dass die Bakterien beispielsweise Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika entwickeln oder unter UV-Licht leuchten. Möglich machen dies Genome-Editing-Verfahren wie etwa CRISPR-Cas. Damit ist es einfach und preiswert möglich, das Erbgut von lebenden Organismen gezielt zu verändern.
Pulverförmiges Titandioxid. Bild: wikipedia
Nanomaterialien werden in Lebensmittelzusatzstoffen unter der Nummer E551 (Siliziumdioxid (SiO2)) und E171 (Titandioxid (TiO2)) bereits seit vielen Jahren konsumiert. Es zeigt sich immer deutlicher, dass solche nanoskaligen Altstoffe mit dem heutigen Wissen untersucht werden müssen, um die allfällige Gefährlichkeit einschätzen zu können.