Tage der Agrarökologie
Ausstellung: Vielfalt statt Gentechnik
Im Rahmen der «Tage für Agrarökologie» kreieren wir einen offenen Raum, in dem wir zum Dialog über Vielfalt und Gentechnik einladen.
Für eine Welt ohne Gentechnik
IBAN: CH07 0900 0000 8000 0150 6
Schweizer Allianz Gentechfrei, 8032 Zürich
Die SAG beobachtet die Entwicklungen in der Nanotechnologie bei Lebensmitteln, Gebrauchsartikeln und in der Landwirtschaft seit Längerem kritisch. Ausführliche Informationen dazu auf der Unterseite Nanotechnologie.
Bild: Fotolia
Die südafrikanischen Biosicherheitsbehörden haben Monsantos Antrag auf die kommerzielle Freisetzung seines trockenheitstoleranten GV-Maises mit drei gestapelten Merkmalen (MON87460 x MON89034 x NK603) abgelehnt. Das African Centre for Biodiversity (ACB) begrüsst die Entscheidung. Die neue "Super-Maissorte" wurde mit Hilfe der Gentechnik mit drei neuen Eigenschaften ausgestattet (sog. stacked Genes – gestapelte Gene): MON 87460 exprimiert ein Kälteschockprotein (CspbB), die angeblich Dürretoleranz verleiht. MON 89034 exprimiert Cry-Proteine, die Schutz vor Insektenschädlingen bieten sollen. NK 603 produziert Proteine, die die Pflanze gegenüber dem Herbizid Glyphosat tolerant machen sollen.
Dr. Caius Rommens und seine GV-Kartoffelsorte "White Russett"
GV-Kartoffeln wurden kürzlich von der Firma J.R. Simplot – ein Kartoffelverarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen mit Sitz in Idaho – in den USA auf den Markt gebracht. Der Entwickler dieser gentechnisch veränderten Sorten vergleicht sie in seinem vor kurzem veröffentlichten Buch «Pandoras`s Potatoes» mit der Büchse Pandoras. Aus dieser Büchse entwichen nach der griechischen Mythologie alle der Menschheit unbekannten Übel wie Tod und Krankheit in die Welt.
Bild: Clipdealer
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat eine neue Gentherapie zur Behandlung von Spinaler Muskelatrophie (SMA) präsentiert und einen Zulassungsantrag gestellt. Bereits eine einzige Infusion soll zur Heilung ausreichen. Doch die Behandlung kostest 4-5 Millionen Franken. Der hohe Preis wirft ethische Fragen auf.
Demonstration "No patents on seeds!"
2013 wurde dem US-Konzern Monsanto, der inzwischen von Bayer aufgekauft wurde , ein Patent auf Broccoli erteilt, der etwas höher wächst und dehalb leichter geerntet werden kann. Es umfasst die Pflanzen, das Saatgut und den „abgetrennten Brokkoli-Kopf“, der als Lebensmittel verwendet wird. Das Europäische Patentamt (EPA) hat dieses Patent nun widerrufen und begründet seine Entscheidung mit veränderten Regeln zur Prüfung von Patenten, die 2017 beschlossen wurden.
Bild: Benjamin Stolzenberg, biooekonomie.de.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG definiert sich als Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Ein Gremium des Vereins ist die Kommission für Grundsatzfragen der Genforschung, die den Senat in berät. Diese hat im September eine Standortbestimmung zur Synthetischen Biologie veröffentlicht. In ihrem Bericht beschreibt sie die wesentlichen wissenschaftlichen Fortschritte im Bereich der Synthetischen Biologie. Die DFG kommt zum Schluss, dass die aktuellen Fortschritte kein neues Gefährdungspotenzial erkennen lassen und somit durch bestehende gesetzliche Regelungen, insbesondere das Deutsche Gentechnikgesetz, abgedeckt seien.
Biopoulets müssen ab dem 21. Tag eine Weidemöglichkeit haben.
Der Einsatz von GVO ist im Bio-Landbau verboten. Doch nun erlaubt Bio Suisse gegen die gefürchtete Gumboro-Infektion den Einsatz von Vaxxitek. Dabei handelt es sich um einen rekombinanten Impfstoff, der GVO enthält. Der Einsatz des gentechnisch veränderten Impfstoffes ist auch innerhalb von Bio Suisse äusserst umstritten. Kritiker sagen, damit verstosse man gegen die eigenen Grundsätze. Gemäss Bio-Verordnung des Bundes sind Arzneimittel vom GVO-Verbot ausgenommen. Bio Suisse hat aber vor drei Jahren beschlossen, diesbezüglich strenger zu sein und auch bei Arzneimitteln GVO zu verbieten. Damals wurde aber festgehalten, dass die Liste der Tierarzneimittel und Impfstoffe, die GVO enthalten, jährlich aktualisiert und ihr Einsatz im Biolandbau neu beurteilt werde.