Tage der Agrarökologie
Ausstellung: Vielfalt statt Gentechnik
Im Rahmen der «Tage für Agrarökologie» kreieren wir einen offenen Raum, in dem wir zum Dialog über Vielfalt und Gentechnik einladen.
Für eine Welt ohne Gentechnik
IBAN: CH07 0900 0000 8000 0150 6
Schweizer Allianz Gentechfrei, 8032 Zürich
Die SAG beobachtet die Entwicklungen in der Nanotechnologie bei Lebensmitteln, Gebrauchsartikeln und in der Landwirtschaft seit Längerem kritisch. Ausführliche Informationen dazu auf der Unterseite Nanotechnologie.
Die Veränderung unserer Umwelt durch synthetische Biologie: ein Umweltrisiko. Foto: Clipdealer
Die UNO warnt in einem neuen Bericht (UN-Report Frontiers 2018/19) vor fünf globalen Umweltrisiken, die zu wenig beachtet werden: die fortschreitende Zerschneidung von Lebensräumen, das Verschwinden des Permafrostes, der immense Ausstoss von Stickstoff, misslungene Anpassungen an den Klimawandel und die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie. Zu letzteren gehören Werkzeuge der synthetischen Biologie.
Protected Site von Agroscope in Zürich Reckenholz
Das Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie der Universität Zürich hat Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Mais und gentechnisch veränderter Gerste geplant und dazu zwei Gesuche beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) eingereicht. Die Feldversuche sollen vom Frühling 2019 bis Herbst 2023 dauern und beide auf der Protected Site von Agroscope in Zürich Reckenholz durchgeführt werden.
Bild: Clipdealer
Laut der Pressemitteilung von Testbiotech hat sich die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA für die Zulassung weiterer umstrittener gentechnisch veränderter Maissorten der Firma Bayer (Monsanto) ausgesprochen. In ihren aktuellen Bewertungen vom Januar 2019 geht es um zwei Zulassungsanträge für Mais, bei dem durch mehrere Kreuzungen verschiedene gentechnisch veränderte Eigenschaften kombiniert wurden. Im Ergebnis sind die Pflanzen gegenüber bis zu vier Wirkstoffgruppen von Herbiziden (Glyphosat, Glufosinat, 2,4-D und AOPP) resistent und produzieren bis zu sechs Insektengifte. Die Zulassungsanträge beziehen sich auf alle Länder der EU, die Schweiz ist davon nicht betroffen.
Bild: Clipdealer
Am 31. Januar hat das Europäische Parlament mit grosser Mehrheit mehrere Resolutionen gegen die Zulassung von gentechnisch verändertem Mais, Raps und Baumwolle angenommen. Die Anträge wurden von einer überparteilichen Gruppe von Abgeordneten eingebracht, initiiert von der Fraktion der Grünen. Das Parlament spricht sich für höhere Standards bei der Zulassungsprüfung und für die Stärkung der demokratischen Spielregeln bei der Entscheidungsfindung aus.
Bild: Clipdealer
Eine neue Studie von Forschenden des Salk Institute in den USA zeigt, dass der GV-Transformationsprozess in Pflanzen auf genetischer und epigenetischer Ebene ausserordentlich schädlich ist. Die Forscher fanden heraus, dass das Einbringen neuer Gene mit dem Bakterium Agrobacterium tumefaciens als Fähre zu schwerwiegenden unbeabsichtigten Effekten im Genom der Pflanze führt. Die Autoren untersuchten vier verschiedene GV-Linien der Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana), die in Forschungslaboren standardmässig als Modellpflanze eingesetzt wird.
Bild: Institut für Neurowissenschaften der chinesischen Akademie der Wissenschaften/Xinhua
Nach dem Skandal um den chinesischen Forscher, der im November die erste Geburt genmanipulierter Babys verkündete, sorgt China wieder für Schlagzeilen. Dort haben Forscher das Genom eines Javaneraffens im frühen Embryonalstadium mithilfe der Genschere Crispr/Cas9 verändert und diesen gleich fünf Mal geklont. Alle geklonten Versuchsäffchen zeigen Veränderungen des zirkadianen Rhythmus sowie Verhaltensauffälligkeiten auf und sollen der Erforschung von Schlafstörungen und Depressionen dienen.