NFP 59


Bild: www.konsortium-weizen.ch

Forschende der Universität Zürich, der ETH Zürich und der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART untersuchen in einem gemeinsamen Freisetzungsversuch den Nutzen und die Risiken von gentechnisch verändertem pilzresistentem Weizen. Die Freisetzungen werden an den Standorten Reckenholz und in Pully durchgeführt. Der Versuch wurde am 7. Februar 2008 vom Bundesamt für Umwelt definitiv bewilligt und ist Teil des Nationalen Forschungsprogramms 59 «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen», welches der Schweizerische Nationalfonds im Auftrag des Bundesrats durchführt. Die Versuche laufen bis 2011.

Anfang Dezember 2005 lanciert der Bundesrat das Nationale Forschungsprogramm «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen». Bis 2011 stehen zwölf Millionen Franken für das Programm bereit.

Im Rahmen des NFP 59 wurden für die Periode 2008 bis 2011 drei Freisetzungsversuche beantragt. Sie wurden vom Bundesamt für Umwelt BAFU im September 2007 bewilligt. Die Freisetzungsversuche werden im Menu Freisetzungsversuche dokumentiert.

August 2012

Das Nationale Forschungsprogramm „Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen“ (NFP 59) publiziert den Synthesebericht zum Gesamtprogramm. Die Bewertung der SAG bekräftigt: Die Schweiz kann und soll auf den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verzichten.

Februar 2012

Auf der Homepage des NFP 59 werden Zusammenfassungen der Forschungsresultate online verfügbar.

März 2011

In einem Newsletter des NFP 59 wird mitgeteilt, dass die Forschungsarbeit im Rahmen des NFP 59 in die Schlussphase kommt. Knapp die Hälfte der Projekte hätte unterdessen einen Schlussbericht erstellt, der Rest werde bis im Sommer 2011 abgeschlossen sein. Es folgt dann das Zusammenführen der Resultate zu einem Synthesebericht, der per Mitte 2012 zu erwarten sei.

September 2010

Im Newsletter des NFP 59 (Ausgabe 4, September 2010) sind Forschungsprojekte zur Risikobeurteilung besprochen.

August 2010

Die transgenen Weizenpflanzen des Versuchsfeldes an der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART) in Zürich wurden geerntet.

Februar 2010

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat grünes Licht für die Fortsetzung der Versuche gegeben: Der Versuch in Zürich kann ins letzte Versuchsjahr starten, in Pully geht es ins zweite Versuchsjahr.

Dezember 2009

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat einen Zwischenbericht des Nationalen Forschungsprogramms «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» (NFP 59) eingereicht. Erste Studien stellen unter anderem fest, dass eine Mehrheit der Bevölkerung der grünen Gentechnologie gegenüber negativ eingestellt und für eine Wahlfreiheit beim Kauf von gentechnisch veränderten oder unveränderten Produkten ist. Festgestellt wird auch, dass die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen nicht genügen, um die Koexistenz von landwirtschaftlichen Anbauformen mit und ohne gentechnisch veränderten Pflanzen zu regeln.

Oktober 2009

Halbzeit im NFP 59: Erste Projekte im Bereich der Sozialwissenschaften sind abgeschlossen. Im Newsletter des NFP 59 (Ausgabe Oktober 2009) wird über erste Zwischenresultate berichtet.

Mai 2009

Das NFP 59 sucht mit wissenschaftlichen Methoden nach Antworten auf Fragen zur Agro-Gentechnik in der Öffentlichkeit und Politik. Im Newsletter des NFP 59 (Ausgabe Mai 2009) sind Zwischenresultate dieser Forschungsprojekte festgehalten.

Oktober 2008

Für die Schweiz mit ihrer sehr kleinräumig strukturierten Landwirtschaft ist noch nicht klar, ob und wie ein Nebeneinander von Landwirtschaftsformen mit und ohne gentechnisch veränderte Pflanzen möglich ist. Wie müsste man diese so genannte Koexistenz (...) reglementieren, und welche Auswirkungen hätte sie auf die landwirtschaftlichen Strukturen der Schweiz? Im NFP 59 will ein Projekt Lösungen für die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Koexistenz erarbeiten – und damit Rechtssicherheit schaffen. Im Newsletter des NFP 59 (Ausgabe Oktober 2008) werden über erste Zwischenresultate berichtet.

November 2007

Am 26. November 2007 wurde die Homepage des NFP 59 aufgeschaltet. Eine Übersicht zu den Projekten ist verfügbar.

Juni 2007

14 gentechnik-kritische Organisationen nehmen zu den geplanten Freisetzungs-Experimenten der Universität Zürich und der ETH mit Gentech-Pflanzen Stellung. Hauptkritikpunkt ist, dass das Gentechnikgesetz nicht eingehalten wird. Es fehlen relevante Resultate zur Einschätzung möglicher negativer Auswirkungen auf andere Lebewesen in geschlossenen Systemen. Das BAFU wird aufgefordert, alle drei Bewilligungsgesuche abzulehnen.

Mai 2007

Am 30. Mai 2007 wurde der Start des Nationalen Forschungsprogramms zu Nutzen und Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen bekannt gegeben. Der Schweizerische Nationalfonds hat 27 Projekte bewilligt, die ein breites Spektrum von Forschungsfragen untersuchen sollen. Erforscht werden nicht nur biologische sondern auch wirtschaftliche, rechtliche und ethische Aspekte von GVP. Es sollen drei Freisetzungsversuche stattfinden (Standorte Zürich, Pully). Beantragt sind die drei Freisetzungsgesuche durch die Universität Zürich und die ETH Zürich. Sie wollen Gentech-Weizen sowie eine Kreuzung zwischen Weizen und einem Wildgras zu Forschungszwecken im Feld untersuchen.

Januar 2007

Bis am 24. Januar 2007 mussten die ausgewählten Forschungsgesuche eingereicht werden. Von insgesamt 92 Forschungsskizzen mit einem total geforderten Betrag von 36 Millionen Franken (10 Millionen werden vergeben), wurden deren 39 für die Eingabe eines Forschungsgesuches berücksichtigt (siehe SNF).

Juni 2006

Im Juni 2006 erfolgte die Ausschreibung des NFP 59. Es gliedert sich in vier Schwerpunkte auf:
1. Pflanzenbiotechnologie und Umwelt
2. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aspekte
3. Risikobewertung, Risikomanagement und Entscheidungsprozesse
4. Übersichts- und Synthesestudien
Einsendeschluss für Forschungsgesuche war der 31. August 2006.

Februar 2006

Die SAG wird vom Leitungsausschuss des Nationalen Forschungsprogramms eingeladen und kann ihre Haltung und Forderungen deponieren.

Dezember 2005

Die SAG kontaktiert Bundesrat Couchepin im Zusammenhang mit dem Nationalen Forschungsprogramm NFP über «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen». Es wird betont, dass (1) ein hoher Grad an Vorsorge und Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung durch allfällige Freisetzungsversuche garantiert bleibt, (2) gewährleistet ist, dass insbesondere die Risikoforschung von unabhängigen Expertinnen und Experten weiter entwickelt werden kann, (3) bei der Bewertung von Risiken und Nutzen Forschungsprojekte zum biologischen Landbau gebührend berücksichtigt werden sowie dass (4) bei der Auswahl der geförderten Projekte Transparenz sichergestellt ist.

November 2005

Bis zur Abstimmung am 27. November 2005 unterzeichnen 96 ProfessorInnen, DozentInnen und Forschende eine ausführliche Erklärung unterzeichnet, die das fünfjährige Moratorium für den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen befürwortet. Die WissenschafterInnen aus der Deutschschweiz und der Romandie wollen, dass in diesen 5 Jahren wichtige Fragen über Nutzen, Grenzen und Risiken der Agro-Gentechnik diskutiert und geklärt werden.



8.9.2010 | NFP 59

 newsletter
Bild: Pixelio.de

In einem weiteren Newsletter des Nationalen Forschungsprogamms NFP 59 werden zwei Projekte vorgestellt, die untersucht haben, wie ein Schaden durch gentechnisch veränderte Pflanzen GVP näher bestimmt werden kann. Denn die einschlägigen Gesetze schreiben vor, dass der Umgang mit GVP weder Mensch noch Tier oder Umwelt schädigen darf. Die beiden Projekte liefern den Behörden Anhaltspunkte, die zur Schadensbewertung dienen sollen.

externer Link: Newsletter NFP 59 - Ausgabe 4 - September 2010

2.3.2011 | NFP 59

 bild_nfp
Bild: Logo des NFP 59. www.nfp59.ch

Der Bundesrat hatte nach der Annahme des Anbau-Moratoriums im November 2005 beschlossen, dass die Forschung mehr Wissen über den Nutzen und die Risiken von GVP erarbeiten soll und hat das Nationale Forschungsprogramm NFP 59 mit 12 Millionen Franken lanciert. Basierend auf einem Auswahlprozess hatte die Leitungsgruppe dem Nationalen Forschungsrat 29 Projekte zur Bewilligung vorgeschlagen, welche so genehmigt wurden. Die Forschungsarbeiten starteten im Juni 2007. Im neuen Newsletter des NFP 59 erläutert der Präsident der Leitungsgruppe des NFP 59, Prof. Dr. Dirk Dobbelaere, dass die Forschungsarbeit im Rahmen des NFP 59 nun in die Schlussphase kommt. Knapp die Hälfte der Projekte hätten unterdessen einen Schlussbericht erstellt, der Rest werde bis im Sommer 2011 abgeschlossen sein. Es folgt dann das Zusammenführen der Resultate zu einem Synthesebericht, der per Mitte 2012 zu erwarten sei.

externer Link: NFP 59 Newsletter März 2011
externer Link: Homepage NFP 59

8.2.2010 | NFP 59

News_Freisetzungsversuche_080210
Bild: A. Schori, www.konsortium-weizen.ch

Die ETH Zürich und die Universität Zürich führen im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 59 drei mehrjährige Freisetzungsversuche mit gentechnisch verändertem Weizen durch - zwei in Zürich-Reckenholz und einer in Pully (VD). Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat grünes Licht für die Fortsetzung der Versuche gegeben: Der Versuch in Zürich kann ins letzte Versuchsjahr starten, in Pully geht es ins zweite Versuchsjahr.

externer Link: Medienmitteilung BAFU

28.8.2012 | NFP 59

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Der Abschlussbericht des Nationalen Forschungsprogramms NFP 59 ist publiziert. Die SAG hat ihre kritische Analyse des Gesamtprogramms in einer Broschüre zusammengefasst. Bild: SAG

Der heute vorgestellte Synthesebericht zum NFP 59 „Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen“ bekräftigt die bisherige Bewertung der Agro-Gentechnik durch die SAG: Die Schweiz kann und soll auf den kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verzichten. Die SAG kritisiert, dass die Zusammenfassung im Schlussbericht und die Empfehlungen daraus tendenziös sind. Aussagen zur Entlastung von Risiken werden zugespitzt, real existierende Probleme mit dem Gentech-Anbau werden als Bewirtschaftungsfehler verharmlost. Umgekehrt ist die Tendenz bei Aussagen zum Nutzen von Gentech-Pflanzen: Die insgesamt ernüchternden Ergebnisse zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen für die Schweizer Landwirtschaft werden mit spekulativen Zukunftserwartungen geschönt. Im Gegenteil: Das Anbau-Moratorium hat sich bewährt. Die Schweizer Landwirtschaft hat mit qualitätsvollen Produkten bewiesen, dass GVP keine Option sind. Die Motion von Nationalrat Ritter, welche das bestehende Moratorium für den Anbau von GVP bis Ende 2017 verlängern will und im Rahmen der Agrarpolitik 2014-17 von der Wirtschaftskommission des Nationalrates unterstützt wird, hat auch nach Abschluss des NFP 59 volle Berechtigung. Der nationale Verzicht auf den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen stützt sich auf einen unverändert sehr hohen Rückhalt in der Schweizer Bevölkerung und in der Landwirtschaft.

PDF: Medienmitteilung NFP 59
externer Link: Zusammenfassung Programmsynthese NFP 59
externer Link: Zentrale Schlussfolgerungen und Empfehlungen NFP 59
externer Link: Nachhaltige Landwirtschaft NFP 59
PDF: Medienmitteilung SAG
PDF: Flyer SAG zum NFP 59